Derzeit versuchen Betrüger wieder Online-Fahrzeugkäufer und –verkäufer zu schädigen.
Damit Ihnen das nicht passiert, informieren wir Sie hier über die bekanntesten Tricks:
Im Allgemeinen läuft es immer auf das gleiche Ziel hinaus: Sie als Käufer sollen einen Geldbetrag per WesternUnion oder MoneyGram überweisen. Diese Überweisung ist nicht rückverfolgbar und das Geld ist weg!
Allgemeine Merkmale eines Betrugsversuches:
1) Die Korrespondenz wird in Englisch oder schlechtem Deutsch verfasst.
2) Absender sind anonyme E-Mail-Adressen, wie Hotmail, Yahoo und Gmail.
Böse Tricks beim Autokauf (Sie wollen ein Fahrzeug kaufen)
1) Das Fahrzeug wird zu einem sehr niedrigen Preis angeboten, in der folgenden Korrespondenz wird von Ihnen eine Anzahlung (über WesternUnion oder MoneyGram) verlangt, um das „Schnäppchen“ zu reservieren. Dieses Geld sehen Sie nicht wieder, das Fahrzeug sowieso nicht.
2) Über ein vermeintliches Treuhandservice wird eine sichere Weiterleitung Ihres Geldes garantiert, sobald das Geld angekommen ist, wird das Fahrzeug versendet. Auch hier ist das Geld weg und es wird kein Fahrzeug geliefert.
3) Achtung auch vor kostenpflichtigen Mehrwertnummern (0190, 0900 etc). In Österreich gibt es kostenfreie Nummern bzw Ortstarifnummern, die mit 0800, 0810 oder 0820 beginnen, alle anderen Spezialnummern (zB 0900) sind kostenintensiv und beim Fahrzeugkauf absolut unüblich.
Tipps für sicheren Autokauf:
1) Niemand hat etwas zu verschenken.
2) Zeit lassen beim Preis-/Leistungsvergleich, nicht drängen lassen, keine Anzahlung leisten.
3) Bei Unsicherheit Fahrzeug mit Experten gemeinsam besichtigen oder bei Automobilclub besichtigen lassen.
4) Typenschein des Fahrzeuges überprüfen, ist der Anbieter (Identität per Führerschein oder Reisepass prüfen) auch der Eigentümer?
5) Kaufvertrag genau durchlesen, mündliche Zusagen des Verkäufers sind in der Regel wertlos, weil nicht beweisbar und oft im Kaufvertrag auch ausgeschlossen.
6) Bargeld nur gegen Kaufvertrag und Übergabe von Typenschein und Fahrzeug aushändigen.
Böse Tricks beim Autoverkauf (Sie bieten ein Fahrzeug an)
1) Keine Bezahlung per Scheck akzeptieren. Schecks ohne Bankgarantie (muß auf dem Scheck vermerkt sein und sollte zusätzlich noch durch Anruf bei der Bank persönlich in Ruhe überprüft werden) sind wertlos. Selbst wenn Sie den Scheck bei der Bank einlösen können und das Geld Ihrem Konto gutgeschrieben wird, muß die Bank den Scheck erst bei der bezogenen Bank vorlegen und kann auch noch Wochen nach Gutschrift platzen und der gesamte Betrag wird Ihnen wieder abgebucht.
2) Noch frecher ist es, wenn der vermeintliche Käufer eine zu hoch dotierten Scheck schickt und auf Ihre Rückfrage hin meint, Sie möchten doch die Überzahlung einfach per Überweisung (WesternUnion, siehe oben) zurückschicken. Hier werden Sie 4-fach geschädigt: Scheck platzt, Auto ist weg und zusätzlich haben Sie „echtes“ Geld noch überwiesen und machen sich wegen Geldwäsche strafbar, weil der Scheck meistens aus dubiosen Kreisen stammt.
Tipps für sicheren Autoverkauf:
1) Nicht an dubiosen Orten treffen.
2) Keine Vermittlungsgeschäfte akzeptieren.
3) Keine Schecks akzeptieren.
4) Bargeld nur in Geschäftsräumlichkeiten in Ihrer Bank akzeptieren und dort prüfen lassen.
5) Kaufvertrag abschliessen, Gewährleistung (von privat an privat) ausschliessen.